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Tschenstochau - eine gute Stadt

    Tschenstochau ist eine gute Stadt
Die Stadt Tschenstochau ist dank dem Gnadenbild der Muttergottes, der Schwarzen Madonna weltbekannt. Zum Gnadenbild im Paulinerkloster auf dem Berg Jasna Góra pilgern Menschen mit einer Bitte oder mit einem Dank im Herzen. Die Pilger haben Tschenstochau zu einem der wichtigsten Wallfahrtszentren der Welt gemacht. Jahr für Jahr wird das Heiligtum im Durchschnitt von 4 bis 5 Millionen Pilgern aus 80 Ländern der Erde besucht. Ein Phänomen im Weltmaßstab sind die Wanderwallfahrten, mit denen über 200000 Pilger ziehen und deren Teilnehmer bis zu 600 Kilometer und 20 Tage unterwegs sind.

    Zum ersten Mal wurde Tschenstochau im Jahre 1220 erwähnt. Im 14. Jh. war diese durch Kasimir den Großen nach deutschem Recht angelegte Stadt bereits ein wichtiger Handelsknotenpunkt auf dem Weg von der Rus oder Walachei nach Niederschlesien und Sachsen. Ein weiterer Entwicklungsschritt wurde mit dem Privileg zur Förderung und Verhüttung von Eisenerz vollzogen. Die günstige Lage an der Warthe und das nahegelegene Kloster, um das herum eine weitere Siedlung entstanden war, die 1717 Stadtrecht erhielt, haben die Entwicklung der Stadt nachhaltig gefördert. Zum formalen Zusammenschluss beider Städte kam es 1826.

    Zu dieser Zeit wurde auch die Allee der Heiligsten Jungfrau Maria angelegt. Die intensivste Entwicklung machte die Stadt während der industriellen Revolution durch. Begünstigt durch die reichen Wasservorkommen und die Eisenbahnlinie Warschau-Wien entstanden in Tschenstochau Textilfabriken und die Eisenhütte. Die Produktion von Schmuck- und Kurzwaren und die chemische Industrie hielten Einzug und das traditionsreiche Tschenstochauer Handwerk stellte Erzeugnisse aus Edelmetallen, Glas und Keramik her.

 

    Ende des 19. Jahrhunderts war Tschenstochau die sich am dynamischsten entwickelnde Industriestadt und der Einwohnerzahl nach die viertgrößte Stadt im Königreich Polen. Diese Entwicklung erreichte den Höhepunkt, als Tschenstochau 1909 Austragungsort der Landesausstellung für Industrie und Landwirtschaft wurde, die sowohl nationales Bekenntnis zur polnischen Kultur als auch Zeichen des technischen Potentials war. 1933 wurde Tschenstochau zum Zentrum eines eigenen Landkreises. Am Beginn des vergangenen Jahrhunderts begann Tschenstochau, seiner Kultur Heimstätten zu geben. Es entstanden Kultureinrichtungen wie das Museum, Bibliotheken, Theater, Lichtspielhäuser und Bildungseinrichtungen.

    Die lokale Presselandschaft blühte auf. 1925 wurde die Erzdiözese Tschenstochau geschaffen, die von Papst Johannes Paul II 1992 in den Rang einer Metropole erhoben wurde.
 


    Sein investitionsfreundliches Klima hat Tschenstochau bis heute bewahrt. Das moderne Tschenstochau ist eine Großstadt mit hervorragender Infrastruktur und einer bedeutenden gesellschaftlich-wirtschaftlichen Basis. Tschenstochau ist eine Studentenstadt: es gibt neun Hochschulen, an denen über vierzigtausend Studenten eingeschrieben sind. Als kulturelles Zentrum schöpft Tschenstochau aus seiner Tradition und Geschichte und besticht mit einem vollen Veranstaltungskalender. Sie ist auch eine weltoffene Stadt. Einen besonderen Glanz verleiht ihr der vom Europarat als erster polnischen Stadt verliehene Europapreis.

    An Ihren Aufenthalt in Tschenstochau, die einzigartige Atmosphäre der Alleen und Gassen rund um das Kloster, die vielen Sehenswürdigkeiten, und die Museen und Kunstgalerien, die Sie in ihren Bann gezogen haben, werden Sie sich sicher gern erinnern.

 

 
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